Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.


Aktuell:

- Monografie über die Wasseramsel erscheint

   demnächst!

- Übernachtungsgäste im Nistkasten

- Eichhörnchen und Sommerhitze 2018

- Amselsterben durch Usutu-Viren

- Neue Grabwespe am Stromberg

 

Biodiversitätskrise und Klimawandel:

We have to change how we live,

and we have to do it now,

together.

BirdLife International 2019

Natur bereichert!

Kohlmeise mit VogelpockenKohlmeise mit Vogelpocken

 

Vogelpocken

Seit gut zwei Jahrzehnten mehren sich in Europa die Hinweise auf tumorartige Wucherungen bei Kohlmeisen, Heckenbraunellen und anderen Meisen- bzw. Vogelarten. Meistens befinden sich bei Kohlmeisen die mitunter monströsen, erbs- bis gut haselnussgroßen Wucherungen an Kopf und Hals, gelegentlich auch an Brust, Bauch, Beinen und Flügeln. Am Kopf können Vogelpocken je nach Lokalisation die Nahrungsaufnahme und das Sehen beeinträchtigen. Nicht selten sind mehrere Vögel gleichzeitig betroffen. Vogelpocken treten bundesweit und ganzjährig auf, die meisten Fallberichte erreichen uns zwischen Oktober und April.

Die Erkrankung wird durch Avipox-Viren ausgelöst, die an Oberflächen von Vogel zu Vogel übertragen werden. Die Infektion läuft über mehrere Wochen mit zunehmendem Wachstum der Pocken und kann danach ausheilen, d.h. die Pocken fallen ab und die Hautstelle verheilt (wie mehrere Fallberichte inzwischen bestätigen). Eine Gefahr für Mensch, Haustiere oder Nutzgeflügel besteht nicht. Ähnlichkeit mit den Vogelpocken können die flüssigkeitsgefüllten Zysten der Trematode Collyriclum faba haben, die sich an Bauch und Bürzel von Singvögeln finden können. Der Erreger entwickelt sich in einem komplexen Zyklus, an dem auch eine Wasserschneckenart beteiligt ist.